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Wie lässt sich Bildung für eine nachhaltige Entwicklung praktisch im Grundschulalltag verankern und umsetzen?

Im Projekt Schuljahr der Nachhaltigkeit wird ein breites Spektrum unterschiedlicher Themenbereiche erarbeitet.

Ziel ist es, dass jedes Kind nach der Grundschule weiß, was nachhaltige Entwicklung bedeutet, Handlungsoptionen benennen und für die Gestaltung des eigenen Lebens nutzen kann.

Das Schuljahr der Nachhaltigkeit ist ein Baustein der „Hessischen Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“, die Anfang 2014 von der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen ins Leben gerufen wurde.



 

Die Durchführung des Schuljahres der Nachhaltigkeit an Schulen in insgesamt sechs Modellregionen Hessens wird von der ANU Hessen e.V. (www.anu-hessen.de)
koordiniert und von der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen
(https://www.hessen-nachhaltig.de/de/bildungsinitiative_nachhaltigkeit.html) gefördert.

   
     
Hessen Nachhaltig    
   
Unser Schuljahr der Nachhaltigkeit verknüpft den schulischen Lehrplan mit Methoden und Kernthemen der Nachhaltigkeit. Der rote Faden, der durch alle Unterrichtsmodule führt, ist die Globale Gerechtigkeit. Die Referentinnen des Naturschutzhauses führen folgende Module in den Schulklassen durch:  
     
   
     

Darüber hinaus stehen den Lehrkräften vertiefende Begleitmaterialien und Fortbildungsangebote zur Verfügung.

   
     

Im Main-Taunus-Kreis nehmen seit 2014 die jeweils 3. Klassen der Liederbachschule (Liederbach), Burg-Schule (Eppstein) und der Grundschule Am Weilbach (Flörsheim) engagiert teil.

   
 
 

Seit dem Frühjahr 2015 wird begleitend zur Durchführung des Schuljahres der Nachhaltigkeit an den teilnehmenden Schulen eine Sachkunde-Curriculum-Beratung angeboten. Dadurch werden diese Schulen unterstützt, Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung dauerhaft in ihr Curriculum aufzunehmen.

Ihre Ansprechpartnerinnen:
Martina Teipel, Susanne Bronder

 
     
[Module im Schuljahr der Nachhaltigkeit]    
     
Klima

Das Einstiegsmodul im Schuljahr der Nachhaltigkeit
bearbeitet das Thema „Klima/Klimawandel“.
Mit Unterstützung unserer Handpuppe, die die Erde darstellt,
lernen die Kinder den Treibhauseffekt kennen.
Sie erfahren, wie der Mensch das Klima beeinflusst und
setzen sich mit den Folgen der Erderwärmung auseinander.
 
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Abfall & Recycling

Schwerpunkt des Recycling-Modus ist der Ressourcenschutz.
Wesentliche Aspekte bilden die Themen Mülltrennung,
Recycling, Wieder- bzw. Weiterverwendung, Müllvermeidung
und Leben im Müll. An verschiedenen Lern-Stationen werden
u.a. folgende Fragen behandelt:

  • Wo landen unsere Abfälle und was hat das für Auswirkungen auf Menschen und Tiere?
  • Warum ist es sinnvoll, Müll zu trennen und was kann daraus gemacht werden?
  • Wie viel Holz, Wasser und Energie wird benötigt, um ein Schulheft herzustellen?
    Die Kinder erarbeiten eigene Vorschläge, wie sie das Gelernte
    selbst in ihrem persönlichen Umfeld  umzusetzen können.
 
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Mobilität

Die Kinder lernen spielerisch unterschiedlichste Verkehrsmittel kennen und erläutern, welche sie persönlich nutzen. Gemeinsam diskutieren sie über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Fortbewegungsarten. Sie vergleichen ihre Schulwege mit denen von Kindern anderer Kontinente und hinterfragen ihre Mobilität. Aber nicht nur wir Menschen sind mobil, sondern auch unsere Konsumgüter. Eine Jeans hat über 50.000 km zurücklegt, bis sie bei uns im Kleiderschrank liegt. Gemeinsam erarbeiten die Kinder einzelne Produktionsschritte und zeichnen Transportwege auf einer Weltkarte nach.

 
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Ernährung

Eigene Gewohnheiten kritisch hinterfragen und Alternativen entwickeln - das ist die Zielstellung im Modul Ernährung.
In der Lern-Werkstatt werden Experten-Teams zu den Schlüsselthemen einer nachhaltigen Entwicklung gebildet. Jede Gruppe bearbeitet die Stationsaufgaben mit besonderem Augenmerk auf ihr Spezialgebiet.
Die Lern-Werkstatt umfasst folgende Themen:
Fleischkonsum, Legehennen-Haltung, Verpackungsmüll, Mindesthaltbarkeitsdatum, Saisonalität und Regionalität von Obst und Gemüse, Verschwendung von Lebensmitteln, Bio-Siegel, Fairer Handel,  Produktionskette Milchprodukte, CO2-Bilanz von Lebensmitteln, kultureller Vergleich von Ernährung. Nach der Lern-Werkstatt präsentieren die Expertenteams ihre Erkenntnisse und geben ihren Mitschüler/innen konkrete Handlungstipps.

 
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Energie

Das Modul baut auf das Thema Strom im Sachunterricht auf.
Der Schwerpunkt liegt hier auf den Regenerativen Energien,
die kindgerecht erklärt werden. Ein Film-Beitrag zeigt Unterschiede
zwischen fossilen und erneuerbaren Energien. Die Kinder diskutieren
über Vor- und Nachteile beider Arten und entwickeln selbst Ideen für
einen bewussten und sparsamen  Umgang mit Energie und Ressourcen.
Mit der Energie-Rallye wird das Thema spielerisch vertieft und mit den
anderen Modulen aus dem Schuljahr der Nachhaltigkeit verknüpft.

 
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Biologische Vielfalt

Die Schülerinnen und Schüler lernen die drei Ebenen
und die Bedeutung der Biologischen Vielfalt kennen:

  • die Vielfalt der Lebensräume,
  • die Vielfalt der Arten und
  • die genetische Vielfalt.

Wie beeinflusst der Mensch diese drei Ebenen?
Nicht nur in fernen Ländern sondern auch in Bauerngarten,
Wiese und Teich der Weilbacher Kiesgruben gibt es eine
riesige Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Diese können die
Kinder vor Ort erforschen und beobachten.

 
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Abschluss und Ausblick

Zum Abschluss werden alle Module noch einmal zusammenfassend
betrachtet. Die Vernetzung der behandelten Module macht den Kindern
noch einmal den Zusammenhang der Themen deutlich.
Als bleibende Erinnerung gestalten die Kinder ein Plakat, auf dem sie
für jedes Modul ihre wichtigsten Handlungsoptionen
(auf ihren eigenen „Händen“) abbilden.
Das Kooperationsspiel Auf zu neuen Ufern motiviert die SchülerInnen,
sich gemeinsam für eine gerechte Zukunft einzusetzen und
das Gelernte weiterzutragen!  

 
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